Escrima FT
Escrima FT

Geschichte

Wie entstand Escrima?

Eskrima – eine Kampfkunst der Philippinen, die auch als Arnis oder Kali bekannt ist. Die Begrifflichkeiten wurden vorwiegend durch die Spanier geprägt. Eskrima leitet sich von dem spanischen esgrima = fechten ab, Arnis verweist auf arnés, den Harnisch, den die Spanier bei der Kolonialisierung der Philippinischen Inseln als Rüstung getragen haben. Der Begriff Kali ist hingegen umstritten und könnte mehrere Bedeutungen haben, dürfte vermutlich aber auf die malaiische Sprache zurückgehen und Schwert bedeuten.

 

Die philippinischen Kampfkünste waren den Maharlika, den Angehörigen der Kriegerkaste vorenthalten und Teil einer Vielzahl von Traditionen und Künsten. Die Kriegskunst umfasste mehrere Aspekte des Kampfes mit unterschiedlichen Waffen und waffenlosen Techniken.

 

Sie bildete sich aus traditionellen Kampfarten aus dem gesamten südost-asiatischen Raum. Sämtliche Einflüsse tauschten sich aus und vermischten sich in einer Vielzahl von kriegerischen Auseinandersetzungen und wurden stetig verbessert und den veränderten Bedingungen angepasst. Ob, das heutige MuyThai, aus Thailand, das europäische Boxen oder das chinesische Kung Fu, all diese Techniken flossen in das Escrima ein.

 

Das Hauptaugenmerk der Kriegskunst lag auf bewaffneten Auseinander-setzungen, sodass der Umgang mit Kurz- und Langschwert, Speer und Messer, aber auch Schlag- und Tritttechniken erlernt wurden.

 

Über vorkoloniale Auseinandersetzungen der philippinischen Stämme ist kaum etwas überliefert. Bekanntester Zeuge der philippinischen Kampf-künste wurde Ferdinand Magellan und seine spanischen Soldaten. Bei dem Versuch die philippinische Insel Mactan zu erobern und der spanischen Krone zu unterstellen, wurden die Spanier besiegt, wobei Magellan den Tod fand.

Die Spanier brachten allerdings die rivalisierenden Stämme gegeneinander auf und eroberten die philippinischen Inseln. 1565 beanspruchten sie die Philippinen als spanische Kolonie.

 

Nach der spanischen Kolonialisierung wurden den Einheimischen das Tragen von Waffen und das Trainieren ihrer Kampfkünste verboten. Die Hartholz- und Rattanstöcke dienten den Philippinen bereits als Trainings-gerät, wurde nun aber selbst zur Waffe. Im Geheimen trainierten sie die Kampfkünste weiter und passten die Techniken den modernen Rüstungen der spanischen Kolonialisten an. In Tänzen versteckt, gaben die Philippinen ihr Wissen weiter.

 

Das heutige Escrima ist mehr als nur Stock- und Messerkampf, in den philippinischen Schulen ist es Pflichtfach im Sport. Durch zahlreiche Filme bekannt geworden, erhielt die Kampfkunst auch in Amerika und Europa Einzug – auch in Frankenthal. Mittlerweile sind die philippinischen Kampfkünste auch als FMA (Filipino Martial Arts) bekannt.

 

Als Unterabteilung der DJK Sportfreunde 1924 Eppstein-Flomersheim fanden sich mehrere, zum Teil hochgraduierte Kampfsportler und Trainer aus JiuJutsu, Karate und dem olympischen Boxen zusammen. Es wurden verschiedene philippinische Stilrichtungen trainiert. Kali Sikaran, ein Escrimahybrid und eine neue und hocheffektive Stilrichtung, setzte sich durch.

Escrima Frankenthal ist heute eine der größeren Gruppen innerhalb des Kali Sikaran Verbandes Deutschland.

 

Unser zweimal wöchentliches Trainingsprogramm beinhaltet verschiedene Schlag- und Tritttechniken, ähnlich dem Boxen und Kickboxen. Hauptaugenmerkt liegt auf dem Erlernen bewaffneter Techniken, die dann auch auf die bloße Hand übertragen werden können. Als Waffen dienen nach wie vor Rattanstöcke und Übungsmesser.

Die Techniken werden stets weiterentwickelt und dem modernen Leben angepasst. So sind Stock und Messer durch Alltagsgegenstände wie Schlüssel, Regenschirm und Smartphone ersetzbar.  

Klassische Selbstverteidigung fließt ebenfalls in das Training mit ein.

 

An Nachwuchs mangelt es nicht. Seit einem Jahr findet ein Kindertraining unter Leitung geschulter Pädagogen statt. In erster Linie geht es hierbei nicht um Kampfkunst, sondern vielmehr um Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Mit Spiel und Spaß erlernen die Kleinen aggressionsfrei und mit kindgerechten und sportlichen  Übungen verschiedenste Techniken. Hier fließen praktische Erfahrungen der Polizei und Gewaltprävention mit ein.

 

Die Trainingszeiten findest du hier.

 

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